Im Kran
More...
Gäste Hov Mit einem Bein im Atlantik Mastenwald Gullholmen Hamburgsund Ellös Marstrand Varberg Grenaa In Middelfart 
Westschweden (2007)

Törndatum: 7.-29. Juli 2007 Hafen Beginn / Ende: AugustenborgRoute: Augustenborg - Middelfart - Grenaa - Varberg - Donsö - Ockerö - Marstrand - Ellös - Hamburgsund - Kungshamn - Gullholmen - Käringen - Skagen - Hals - Grenaaa - Hov - Aarösund - AugustenborgCrew: Birgit und Thomas Dorn

Kann es in drei Wochen fast jeden Tag regnen? Uns ist es bei unserem Urlaubstörn an die Westküste von Schweden in 2007 tatsächlich so ergangen:

07/07/2007 Middelfart bei Sturm Start in den Urlaub! Wir haben es tatsächlich geschafft. Nicht mal die miserable Wettervorhersage hat uns daran gehindert abzulegen. Bei zuerst 5 Bft. legen wir schon um 8 Uhr ab. Im Alssund müssen wir das erste mal reffen, vor Aabenraa das 2. Reff einziehen. Bei mittlerweile guten 6 Bft. nehmen wir das Groß vor Aarö dann schliesslich ganz runter. Es bläst mittlerweile mit 25-30 Knoten - 6 bis 7 Bft. Bei halben Wind kommen wir aber schnell voran und können kurz nach 14 Uhr in Middelfart Russelbaek festmachen.07/08/2007 Eingeweht in Middelfart So sieht der DWD Wetterbericht aus. KATTEGAT (56.9N 11.5E) WT: 17 C  SO 08. 12Z: W     6-7  /  8-9   2  M //  MO 09. 00Z: W      6   /   8   1.5 M //  MO 09. 12Z: W      5   /        1  M //  DI 10. 00Z: W      5   /       0.5 M //  DI 10. 12Z: SW     3   /       0.5 M //  MI 11. 00Z: SW    6-7  /   8   1.5 M //  MI 11. 12Z: SW-W  4-5  /        1  M //  DO 12. 00Z: SW-W  4-5  /        1  M //  DO 12. 12Z: W      5   /        1  M //  FR 13. 00Z: W      5   /        1  M //.Da fällt es uns doch leicht eine Pause einzulegen. Morgen und Übermorgen wollen wir dann zwei lange Schläge machen - erst Grenaa und dann Varberg.07/09/2007 Grenaa Jeder Sturm ist mal vorbei. Gestern Nacht lies der Wind nach, genau wie vorhergesagt. Als sind wir früh aufgestanden un konnten schon um 7:05 ablegen.Anfangs musste die Dieselgenua ran, zum einen weil wir direkt gegenan mussten, zum zweiten weil es vor Middelfart gut 2 Kn Strom von Vorne gab und letztlich weil der Wind sowieso sehr schwach war. Kurz hinter Fredericia konnten wir dann aber doch die Segel setzen. Bei anfänglich 3 Bft. ging es eher gemächlich voran. Im Laufe des Tages nahm der Wind dann aber kontinuierlich zu bis wir vor Grenaa gut 5, knapp 6 Bft. hatten. .Kurz vorm Ziel gab es dann noch eine richtige Regatta, da die Boote von allen Richtungen auf den Hafen zuliefen. Wir können mit Stolz berichten, dass wir nicht überholt wurden und noch den letzten Liegeplatz im Hafen ergattern konnten.Insgesamt knapp 80 Seemeilen in 12 Stunden. Ein guter Schnitt.07/10/2007 Varberg Schweden! Wir haben es geschafft! Nach 183 Seemeilen sind wir in Varberg - so wie geplant. Die Überfahrt von Grenaa bei achterlichen Winden war eine schaukelige Angelegenheit. Bei konfuser See ging es hin und her. .Es gibt im Prinzip zwei Wege von Grenaa nach Varberg - nördlich oder südlich an Anhold vorbei. Während einige Boote vor uns sich für die nördliche Variante entscheiden folgten wir der südlichen Route. Allerdings sind beide Routen gleich lang - wir trafen die gleichen Boote wieder vor Varberg.Vom Wetter war alles dabei, zuerst Sonne mit wenig Wind, dann Sonne mit mehr Wind, dann Wolken ohne Wind, zuletzt noch Wolken mit (viel) Wind und am Ende ein durchwachsener Himmel mit etwas Wind. Im Hafen wurden wir noch von Schweden begrüßt - mit der Aussagen, dass das Wetter noch nie so schlecht war.07/12/2007 Donsö Nach einem verregneten Tag in Varberg ging es Heute endlich weiter. Nach 38 Seemeilen sind wir jetzt mitten in den Schären vor Göteborg.Leider ist das Wetter immer noch besch.... Eine tiefe Wolkendecke läßt Sommergefühle gar nicht erst aufkommen. Dazwischen gibt es immer wieder Regenschauer, verbunden mit Böen.07/13/2007 Ockerö Endlich wird das Wetter besser! Zwar beginnt der Morgen noch stark bewölkt, aber bis zum Mittag kommt immer mehr die Sonne hervor.Wir legen in Donsö (nicht unbedingt ein Traumhafen) gegen 11 Uhr ab und segeln knapp 12 Seemeilen nach Ockerö durch die Schären an Göteborg vorbei.07/14/2007 Marstrand Nach einem Tag Sonne werden wir wieder mit Wolken begrüßt. Zum Glück sind es nur 11 Seemeilen bis Marstrand, wo wir kurz nac h 13 Uhr im Päckchen an einem Catamaran festmachen.07/16/2007 Ellös Das hatten wir noch nicht. Sonne ohne Wind. Gestern hatten wir noch Sonne und Sturm, sind also in Marstrand geblieben.Der fehlende Wind war Heute aber kein Problem, die engen Fahrwässer wären unter Segel sowieso schwer zu schaffen. Es ist Traumhaft.07/17/2007 Hamburgsund Am frühen Morgen werden wir mit Hagel begrüßt! Danach klart es erstmals kurz auf, so dass wir unser Frühstück an Deck essen können. Wir legen gegen 10:30 ab, können zuerst etwas segeln, dann müssen wir den Motor zur Hilfe nehmen. Kurz vor Smögen kommt dann ein Schauer mit Starkregen. An der Einfahrt nach Smögen hört der Regen zum Glück uaf, wir entscheiden uns den Schlag nach Norden fortzusetzen. Unsere Nachbarn hatten und Gestern von 35 Grad in Hamburg geschwärmt, jetzt wollten wir doch mal sehen ob es in Hamburg(sund) ähnlich ist.Naja, zumindest kommt zu unserem Anleger die Sonne hervor.07/18/2007 Kungshamn Mit Hamburgsund haben wir Gestern den nördlichsten Punkt unser Reise erreicht. Heute haben wir die Rückrfeise angetreten.Leider begann diese bei 6-7 Bft. aus Südwest - wir mussten also unter Maschine den selben Weg zurück, den wir Gestern auf dem Hinweg genommen haben. Zwischen den Schären und durch den Sötenkanal nach Smögen. In Smögen angekommen gab es keinen brauchbaren Liegeplatz. Der erste Platz lag zu nah am Fahrwasser, am zweiten war zu viel Schwell. .So entschieden wir uns für Kungshamn, wo wir im Dreierpäckchen festmachten.07/19/2007 Gullholmen Der gestrige Tag war eine Katastrophe! Nachdem wir aus Smögen geflüchtet waren hatten wir in Kungshamn als 4. Boot im Pachchen an einem Fischerboot festgemacht. Bei durchgehend 6-7 Bft. aus SW ein sehr unruhiger Liegeplatz. Um 21 Uhr wollten die zwei neben uns liegenden Boote zu allem Verdruss auch noch ablegen, was zur Folge hatte, dass wir direkt am Fischerboot lagen. Da dieses auf Deckshöhe auch not eine dicke Stahllippe hatte haben wir bei dem Manöver 2 Relingsstutzen verbogen und eine gebrochen. Zum Glück gab es eine in Reserve an Bord.Die Nacht war entsprechend unruhig.Heute Morgen war der Wind dann vorbei, um 9 Uhr gab es Flaute. Weitestgehend unter Motor ging es  nach Gullholmen, dass wir schon af der Herfahrt gesehen hatten. Jetzt liegen wir sicher im Hafen.07/20/2007 Käringen Endlich Sonne! Gestern Abend wurden wir mit Sonne begrüßt und plötzlich lebte der ganze Hafen  auf. Bis in die Nacht wurde an Deck der vielen Boote in Gullholmen getrunken und geredet. Auch das Frühstück konnten wir Heute an Deck geniessen. Danach ein kurzer Schlag nach Käringen, einer Außenschäre, die für uns Absprung nach Skagen sein soll.Mittlerweile herrscht Friday Night Fever im Hafen. Die Boote liegen in drei Reihen hinter einander. Jede zweite hat die Stereoanlage aufgedreht.Fast wie auf der Reeperbahn um Halbeins.07/21/2007 Skagen Beim Ablegen in Käringön haben wir unsere Schraube an der Boje verbogen. Die Boje vom Nachbar war beim Ablegen unter das Boot gerutscht und prompt hat der Propeller sie getroffen. Jetzt vibriert die Maschine sobald sie läuft.Danach ging es bei trüben Wetter und 15-18 Kn Wind nach Skagen, wo wir als 5. Boot im Päckchen festgemacht haben.Es regnet (mal wieder).07/22/2007 Skagen Heute sind wir in Skagen geblieben und haben Fahrräder gemietet..Das Wetter begann trocken uns so konnten wir bis zur Landspitze Grenen radeln und dort das obligatorische Foto mit einem Bein im Skagerrak und einem Bein im Kattegat machen.Mittlerweile regnet es in strömen. Ich bin noch kurz getaucht um unsere Schraube zu begutachten. Leider ist sie verbogen, wir werden eine neue brauchen.07/23/2007 Hals Heute Morgen wenigstens kein Regen. Wir legen um 9:30 ab mit Ziel Hals, am Eingang zum Limford.Bei Wenig Wind geht et zuerst unter Maschine, dann können wir Segel setzen. Am Ende kommt sogar der Blister zum Einsatz.07/24/2007 Grenaa Der Morgen begann noch trocken. Kaum waren wir aus dem Hafen begann es zu tröpfeln. Es dauerte nicht lange bis daraus ein Dauerregen wurde, der uns bis Grenaa begleitete.In Grenaa schließt sich der Kreis nach Schweden. Von Hier aus sind wir nach Varberg gestartet, von hier aus geht es die bekannte Route zurück nach Augustenborg.07/25/2007 Hov Es wurde eine sehr ungemütliche Fahrt, statt 4-5 Bft aus W waren es eher 6 aus SW. Entsprechend war die Welle, ein häßlicher Anliegerkurs.Statt Juelsminde drehten wir ab nach Hov, nur um festzustellen, dass wir wohl etwas in der Schraube haben. Wir kamen die letze Meile kaum voran.Also, nochmals tauchen :-(07/27/2007 Hov Der Tauchgang Gestern war unauffällig. Alles sieht gut aus. Vermutlich (und nicht zum ersten mal) haben wir uns Seegras eingefangen und m den Propeller gewickelt. Kaum ist man im Hafen und liegt still fällt es dann auch wiedr ab. Nur die Aufregung bleibt.Ansonsten werden wir hier vom Wind festgehalten. Den ganzen Tag Gestern blies es mit gut 6 Bft. aus SSW, also genau der Richtung in die wir müssen. Verbunden mit Regen und Welle gab es kein Entkommen. Während dessen ist Birgits Freundin Ute nach Augustenborg gefahren, um sich dort mit uns zu treffen.In der Nacht sollte es eigentlich eine Pause geben, wir wollten um 4 Uhr aufstehen und diese schnell nutzen. Allerdings blies es dann nicht mit 4 Bft., sondern gleich mit 8! Also, auch kein Ablegen möglich.Jetzt bläst es immer noch mit 6 Bft., uns bleibt nur die Hoffnung auf Morgen.07/28/2007 Aarosund Ablegen um 5:45! Endlich hat der Sturm sich gelegt. Es wehen nur noch 4 Bft. aus SW und es sollen bis Mittag auch nicht mehr werden.Um 10:00 passieren wir Juelsminde, danach nimmt der Wind wieder zu. Vor Middelfart sind es dann schon 7 Bft., die wir mit 2 Reffs im Gro=DF und gereffter Genua bewältigen. Kurz hinter Middelfart kommt dann noch ein Schauer mit Windstärke 8 und Platzregen. Wir nehmen es wie es kommt.Jetzt sind wir in Aarosund, knapp 28 Seemeilen von Augustenborg!Und in diesem Moment kommen Ute und die Kinder!07/29/2007 Augustenborg Um 14:40 haben wir in Augustenborg festgemacht. Wenigstens der letzte Schlag war ohne Herausforderung. Bei 3-4 Bft. aus WSW kamen wir gut voran. Dank eines Winddrehers vor dem Eingang zum Alsfjord mussten wir gar nicht erst kreuzen.Paula und Karl waren mit dabei, w�hrend Ute mit dem Auto voraus gefahren ist.Insgesamt 610 Seemeilen in drei Wochen, dabei insgesamt 5 Sonnentage, aber gut 8-10 Starkwindtage. Und fast keinen Tag ohne Regen. 07/29/2007 Augustenborg Anders hat noch schnell das Boot in den Kran genommen und die neue Schraube montiert.