Törndatum:

8. -18.August 2003

Hafen Beginn / Ende:

Marina Minde

Route<//font>

Marina Minde - Æroskøbing - Nyborg - Korshavn - Ballen - Ebeltoft - Middelfart - Sønderborg  - Minde

Seemeilen:

ca 300

Crew:

Birgit und Thomas Dorn, Mika

Aus dem Logbuch:

Es ist Sommer, ein Jahrhundertsommer. Ganz Deutschland verdorrt unter dem Hoch Michaela. Jeden Tag werden neue Temperaturrekorde gemeldet, während der Rhein zum Rinnsal verkommt. Wir erkennen unsere Pflicht. Ein Woche Urlaub! 

Am Samstag um 10:00 sind es schon fast 30 Grad als wir bei fast totaler Flaute in Minde ablegen. Mit 2,3 Knoten treiben wir an Holnis vorbei, wo uns ein Tümler in 2 Meter Entfernung passiert.

Unser erstes Ziel: Svendborg. Zum Glück nahm der Wind zu, allerdings wie so oft kam er von vorne: 3-4 Bft. aus NO. Es dauerte 5 Stunden bis wir endlich an Gammel Pøl vorbei in den kleinen Belt kamen. Als der Wind auffrischte entschieden wir uns gegen 18:30 doch nach Æroskøbing abzulaufen, wo wir um 19:45 festmachten. Durch die Hitze waren wir schon ganz matschig und in Svendborg wären wir wohl nicht vor 22:00 gewesen

Am Sonntag wieder gegen 10:00 los, bei wenig Wind ging es Richtung Svendborgsund. Im Sund kein Wind, dafür die übliche Strömung von 2 Kn. Wir mussten also bis Thurø Rev unter Motor laufen. Danach ging es unter Segel weiter bis Nyborg, wo wir gegen 19:00 ankamen. Wieso der Landstrom aber nur mit 500W abgesichert ist werde ich nie verstehen - es reicht ja gerade mal für das Ladegerät.

Am Montag bei immer noch weit über 30 Grad segelten wir weiter gen Norden. Mittags vor Ramsø geankert. Danach unter Genua weiter nach Korshavn. Eine traumhafte Bucht, herrlich gelegen. Bei diesem Wetter erinnert es uns eher ans Mittelmeer denn an Dänemark. Durch den trockenen Sommer sind die Felder fast verdorrt, es könnte Mallorca, Korsika oder Sardinien sein (wenn auch die Berge fehlen).

In der Nacht zum Dienstag hat es endlich mal geregnet, so dass wir nicht gleich vor Hitze umgefallen sind. Am Morgen haben wir erstmal die Gegend um Korshavn besichtigt, bevor wir gegen Mittag Richtung Samsø ausliefen. Leider nur sehr wenig Wind, wir mussten die letzten Meilen unter Motor laufen. In Ballen haben wir Birgit und Klaus wieder getroffen, die wir zuletzt auf Bornholm im letzten Jahr getroffen haben. Obwohl sie mit ihrem Trimaran auch in Minde liegen haben wir uns dort nie getroffen, dafür immer im Urlaub!

Am Mittwoch liefen wir unter Motor nach Ebeltoft, dem schönen Städtchen unweit von Århus. Der Wind kam dann erst am späten Nachmittag als wir schon im Hafen waren. Gleichzeitig zog es sich zu, der Wetterbericht kündigte das Ende der Hitzeperiode an.

Donnerstag stürmt es wie vorhergesagt. Bei 7-8 Bft. aus W bleiben wir in Ebeltoft. Gleichzeitig ist die Hitzeperiode vorbei, auch in Hamburg hören wir, dass es nur noch 22 Grad hat. Auch am Freitag stürmt es weiter. Bei Spitzenböen von 47 Kn ist an Auslaufen nicht zu denken. Wir gehen statt dessen ins Museum, zuerst auf die Jylland und dann ins Glasmuseum.

Samstag laufen wir endlich aus. 60 Seemeilen nach Middelfart, bei immer noch 5-6 Bft. und reichlich Welle. Wir kommen aber schnell voran, nach knapp 9 Stunden sind wir schon im Hafen, macht mehr als 6,5 Kn Fahrt im Durchschnitt und das obwohl wir kurz nach Juelsminde in einer chaotischen Welle hängen geblieben sind.

Sonntag wollten wir eigentlich schon wieder in Minde ankommen, aber dagegen sprach das tolle Wetter, die vorherrschende Flaute und der leere Kühlschank. Wir entschieden uns in Sønderborg einen Zwischenstopp einzulegen, wo wir gegen 19:00 festmachten. Nach einem unsäglich schlechten Essen beim Mexikaner genossen wir den Abend mit herrlichen Sonnenuntergang im Hafen.

Am Montag Morgen ging es dann die letzten 12 SM nach Minde zurück. Leider bei Regen!