Gruß an Eckels!
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Rund Seeland (2004)

Törndatum: 17. Juli - 1. August 2004 Hafen Beginn / Ende: Marina Minde Route: Marina Minde - Sønderborg - Svendborg - Vordingborg - Kopenhagen - Helsingør - Hallands Väderö - Torekov - Anholt - Grenå - Norsminde - Middelfart - Torø - Høruphav - Minde Seemeilen: ca. 500 Crew: Birgit und Thomas Dorn, Mika

Aus dem Logbuch:

Ein Sommer zum .... Trotzdem wollen wir nach zwei Wochen Abstinenz vom Segeln in den Urlaub. Wie üblich geht es am Freitag Abend nach Minde. Allerdings beginnt unser Samstag mit der Fahrt nach Flensburg mit dem Auto zu Citti, zwecks einkaufen. Drei Stunden und viele Euro später beginnen wir das gekaufte zu verstauen. Danach starten wir endlich, kommen aber nur nach Sønderborg - bei trüben Wetter kreuzen wir die Förde hinaus. Der Sonntag begrüßt uns mit 3 Bft. aus Süd. Etwas wenig wind, aber wir kommen zeitig los und segeln nach Svendborg. Es wird eine langsame Fahrt, der WInd schläft immer wieder ein und wir müssen den Motor anschmeissen. In Svendborg angekommen beginnt es auch schon zu regnen. In der Nacht schüttet es! Als wir am Montag Morgen wieder bei Regen ablegen, denken wir auch schon: Warum nur! Zum Glück klart der Himmel gegen Mittag im großen Belt auf - es wird sogar sonnig. Wir segeln bis 20:00, essen vor der Masnedosundbrücke und kommen in Vordingborg an. Eine spannende Hafenansteuerung - die Karte sagt 1,8 Mtr., das Echolot 1,1 Mtr, aber im Hafen liegen Yachten, die sicherlich mehr als 2 Meter Tiefgang haben. Es klappt auch ohne Probleme - die Rinne wurde wohl vor kurzem ausgebaggert, die 1,1 Mtr. stammen vom Seegras und der Hafen wurde auch schon erweitert - neue Stege und alles. Dazu scheint die Sonne - der erste Sommerabend an Deck! Als unser Päckchen Innenlieger am Dienstag um 8:00 ablegen will nutzen auch wir die Chance. Frühstück auf See, in der Rinne zum Bøgestrom. Weiter geht es an Rødvig vorbei nach Kopenhagen. Um 18:00 machen wir im Langeliniehafen, neben der Meerjungfrau fest. Knapp 200 SM in 3 Tagen. Nach einem weitestgehend sonnigen Tag hatte sich der Himmel zugezogen. Wir waren noch nicht unter Deck, da fing der Regen auch schon an! Den Mittwoch verbringen wir in Kopenhagen - unser zweiter Besuch nach 2000. Es nieselt den ganzen Tag. Es ist für uns der dritte besuch in Kopenhagen, entsprechend kennen wir uns aus, wandern vom Radhusplatzen zum Nyhavn und durch Christiania. Der Höhepunkt des Tages wir der Kauf einer neuen Bilgepumpe - unsere hat den Geist aufgegeben. Donnerstag begrüßt uns mit Nebel, Nieselregen und Flaute. Statt eines weiteren Tages in Kopenhagen entscheiden wir uns für die Weiterfahrt nach Herlsingør. Unter Motor runden wir nach wenigen Stunden auch schon die Kronborg, mäctige Heimat von Hamlet in Shakespeare's Drama. Am Abend klart der Himmel sogar auf, wir können trockenen Fußes durch den Ort laufen. Freitag besichtigen wir endlich die Kronborg, sicherlich ein imposantes Bauwerk. Heutzutage gibt es jeden Sommer die Hamlet-Theaterspiele, allerdings sind wir dafür noch zwei Wochen zu früh. Über die Jahrhunderte wurde an diesr Stelle der Ørezoll kassiert. Es muss ein sehr einträgliches Geschäft gewesen sein, wenn man die Burg betrachtet. Zum Glück wurde dieser schon vor unser Fahrt abgeschafft. Am Samstag geht es weiter nach Hallands Väderö. Hoch am Wind kommen wir in diesem Naturparadies an und mach an der ersten Schäre fest. Sogar das Wetter spielt mit. Es ist unser erster Schärenhafen, mit Heckanker und Leine zum ersten Felsen. Sehr beeindruckend, schade, dass unser Urlaub nicht länger war und wir die geplante Fahrt zu den Westschären nicht machen konnten. Entgegen unseren Hoffnungen begrüßt und der Sonntag mit Regen. Dazu hat der Wind zugenommen und auf SW gedreht. Jetzt steht eine hässliche Welle in der Schäre. Vorbei die Hoffnungen auf einen schönen Törn nach Anhalt. Wir entscheiden uns für das Ausruhen und verholen nach Torekov, am Festland gegenüber. Am Montag klappt es dann endlich mit dem Schlag nach Anholt. 40 Seemeilen über das Kattegatt, gegen die Strömung sogar 50 Meilen durchs Wasser gesegelt. Trotzdem scheint sogar die Sonne, nur die Luft ist kalt. In dicken Jacken sitzen wir im Cockpit. In Anholt gehen wir als 5. Boot ins Päckchen, bis zum Abend werden es insgesamt 10! Es ist ein köstliches Schauspiel zuzusehen, wie immer mehr Boot einlaufen und verzweifelt nach einem Liegeplatz suchen (zumindest solange man selbst schon einen festen Platz hat)! Am Dienstag stehen wir früh auf. Wir hatten falsch rum festgemacht, so dass es die ganze Nacht geplätschert hat. Wer es nicht erlebt hat, kann sich nicht vorstellen, wie laut eine 10cm hohe Welle gegen die Unterseite vom Bootsheck donnern kann. Wir legen um 9:00 mit Ziel Grena ab. Es ist wieder recht sonnig, aber weiterhin sehr kalt. Aber, der NW-Wind treibt uns voran, wir kommen am frühen Nachmittag in Grena an. Und gehen umgehend ins dortige Kategatt-Zentrum, ein mustergültiges Aquarium. Der Abend bleibt sonnig und wir hoffen auf einen schönen Mittwoch. Unsere Hoffnungen werden enttäuscht. Der Mittwoch wird wieder trüb. Wir müssen den Weg nach Süden unter Motor antreten. Wir sind unschlüssig über unser Ziel. Sollen wir nach Samsø, oder nach Ebeltoft? Wir entscheiden uns letztlich für Norsminde, einem idyllischen Hafen in der Århus-Bucht. Wir sind das größte Boot im Hafen, können an Deck essen und genießen den Abend. Am Donnerstag scheint die Sonne. Leider bei Flaute. Wir fahren gen Süden und stecken plötzlich bei Høv mitten im Nebel. Vor uns und hinter uns hören wir die Nebelhörner der Fähren, sehen können wir sie aber nicht. Erst nach Mittag klart es auf, wir setzen den Blister und segeln nach Middelfart, wo wir im Gamle Havn festmachen. Wir kaufen beim Fischimbiss am Hafen ein und essen von Deck aus unseren Fisch. Im Ort ist gerade ein Stadtfest, alle Strassen sind voll, die Geschäft haben bis 22:00 auf. Wir beginnen den Freitag noch mit einem Rundgang durch Middelfart. Danach fahren wir unter Motor weiter gen Süden. Bei Bagø können wir endlich die Segel setzen und segeln bis Torø, wo wir gegen 14:00 den Anker werfen. Wir wollen ankern. Es wird der erste Sommertag des Jahres! Wir nutzen die Gelegenheit und sonnen uns ausgiebig. Die 22:00 Nachrichten künden eine Gewitterfront für Niedersachsen und Schleswig Holstein an. Dass auch wir gemeint sind, erfahren wir erst mit dem ersten Donnerschlag in der Nacht. Es gießt in Strömen, zum Glück nimmt der Wind nicht zu. Dafür dreht der Wind am Samstag Morgen auf Nord. Wir liegen jetzt ungeschützt und legen um 10:00 im Gewitter ab. Es blitzt und donnert, aber der Wind nimmt nur marginal zu. Wir können auf raumen Kurs segeln. Im Alsfjord angekommen wollen wir eigentlich in die Dyvig, entscheiden uns in Anbetracht des Wetters dann aber doch für Høruphav. Dort machen wir um 16:00 fest. Es ist mittlerweile trocken und gegen 19:00 kommt sogar die Sonne durch. Der Abend wird schön, Mika kann sogar mit Birgit auf den Steg. Am Sonntag Morgen dann der Schreck: Wo ist Mika? Wir hatten doch das Schott zu, er hat sich aber durchs offene Badfenster selbstständig gemacht. Es beginnt die Suche, die zum Glück zwei Boote weiter zu Ende geht. Er hatte zwar den Mut in der Dunkelheit von Bord zu gehen, der Rückweg bei Tag war ihm dann doch zu gefährlich! Es ist der 2. Sommertag! Wir segeln gegen Mittag zurück nach Minde. Natürlich scheint jetzt die Sonne! Wir müssen dagegen das Boot aufräumen und zurück zu Arbeit. 500 Seemeilen in zwei Wochen sind keine schlechte Bilanz. Bei so einem ... Sommer!